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Jahresprojekt im Schuljahr 2010/11

Nach monatelangen Vorbereitungen wurde gleich zu Schulbeginn mit den Arbeiten begonnen.
Das Künstlerehepaar Erika und Horst Drumel aus Radenthein erklärte sich spontan bereit, das Projekt mit seinen Erfahrungen gemeinsam mit dem Lehrerteam zu begleiten.

Beteiligt waren am großartigen Werk alle Mädchen und Buben, mitgetragen wurde es von den Pfarrgemeinden St. Ulrich und St. Oswald, der evangelischen Kirche, dem Elternverein und der Gemeinde.

Start des Projektes

Gemeinsam wurde der Altarraum vermessen und die Größe des Fastentuches eruiert. Bibelstellen wurden ausgesucht und den Klassen unter Rücksichtnahme auf die Religionslehrpläne zugeordnet. Man einigte sich darauf, auf dem Fastentuch Bibelstellen aus dem Alten Testament, Bibelstellen aus dem Neuen Testament gegenüberzustellen und in der Mitte ein Kreuz darzustellen.
Die Bibelstellen wurden im katholischen und evangelischen Religionsunterricht erarbeitet und von den Kindern im Gegenstand Bildnerische Erziehung gezeichnet. Aus etwa 200 Entwürfen wurden 24 Motive ausgewählt, diese mit einem Episkop (Projektor) auf Leinenplatten projiziert und von den Kindern klassenweise angemalt. Die Künstler übernahmen das Mischen der Farben, die Kinder malten die Motive auf den Leinenplatten entsprechend der Entwürfe an.

Herausforderung für die Näherei im Kloster Wernberg

Nachdem alle 35 Teile des Fastentuches fertig waren, wurden diese ins Kloster nach Wernberg gebracht. Da unser Fastentuch eine Größe von 5 m x 3 m erreichen sollte erwarteten wir eine riesige Gewerbenähmaschine und waren sprachlos, als wir eine kleine Pfaff Haushaltsnähmaschine sahen. Schwester Edeltrud lächelte nur und war nicht aus der Ruhe zu bringen; zehn Tage später durften wir unser Fastentuch abholen...

Montage des Fastentuches in der Kirche St. Kathrein

Nach einem halben Jahr intensiver Arbeit war unser Fastentuch fertig. Unter Mithilfe vieler fleißiger Helfer wurde das Werk schließlich in der Kirche St. Kathrein montiert.

Übergabe des Fastentuches

Am 1. Fastensonntag wurde das Fastentuch einer großen Öffentlichkeit präsentiert und der Kirche St. Kathrein feierlich übergeben.

Begrüßt werden konnten neben dem Bürgermeister der Gemeinde auch die Leiterin des Bischöflichen Schulamtes, Dir. Mag. Dr. Birgit Leitner, sowie die Fachinspektorin für den evangelischen Schulbereich, Maria Ebner.
Gesegnet wurde das Fastentuch durch den katholischen Priester, Mag. Dr. Marek Gmyz und den evangelischen Priester, Mag. Uwe Träger.

Das Schulprojekt wird zum Sozialprojekt

Um den Betrachtern die Bedeutung der Motive auf dem Fastentuch zu erschließen wurde ein Folder hergestellt, auf dem die Bibelstellen erklärt und der Grund der Gegenüberstellung angeführt wurde.
Von den 24 dargestellten Bibelstellen auf dem Fastentuch wurden Postkarten entworfen, die von den Kindern, Lehrkräften, Eltern und Pfarrgemeinden verkauft wurden. Der Erlös des Postkartenverkaufes, € 2.000,-, wurde in einer Schulfeier an das Kinderhospiz übergeben; der Postkartenverkauf wurde zugunsten der Kinderhospizbewegung auch in den folgenden drei Jahren in der Fastenzeit fortgesetzt.

So wurde das Fastentuch der VS Bad Kleinkirchheim letztlich zu einem großartigen Sozialprojekt: Kinder halfen Kindern, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hat und die in ihrem jungen Leben schon ein schweres Kreuz zu tragen haben...

Unser Fastentuch kommt in den Vatikan

Einen krönenden Abschluss fand unser Fastentuchprojekt im Sommer 2012.

Über Vermittlung einer lieben Dame aus St. Oswald fertigten wir von unserem Fastentuch eine Miniatur-Nachbildung an und übermittelten diese anlässlich seines 85. Geburtstages an Papst Benedikt XVI.. Dem Fastentuch wurden 24 Fastentuch-Postkarten, ein Fastentuchfolder, Briefe und ein geknüpfter Rosenkranz beigelegt...

Post aus dem Vatikan

Groß war die Freude, als im Sommer 2012 Post aus dem Vatikan kam, mit lieben Grüßen und dem Segen des Heiligen Vaters, Papst Benedikt XVI..

Dem mittlerweile emeritierten Papst, Benedikt XVI., ist Bad Kleinkirchheim bestens bekannt, da er einst als Kardinal Ratzinger seinen Urlaub in den Nockbergen verbracht hat. Gewohnt hat er damals im Pfarrhof bei Monsignore Kajznik, dem verstorbenen Pfarrer von Bad Kleinkirchheim.